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26. August 2004
Die Uni
Nach
einer schlechten Nacht (Das Bett ist viel zu kurz und es ist heiß)
steh ich um halb 8 auf und mach mich mit der Skytrain auf den Weg zur
Uni. Das sind coole Züge - fahren ganz ohne Fahrer! Es regnet in
Strömen und als ich an der Uni, die ja auf einem Berg liegt aus
dem Bus aussteige steh ich in dichtem Nebel. Ohne genau zu wissen wo
ich eigentlich hin muss geh ich einfach mal in eine Richtung los und
das war dann auch zufällig die richtige!
Helen Luk, der ich schon viele E-Mails geschrieben hab
hat mich empfangen und mir einen riesen Stapel Papier in die Hand gedrückt.
Dazu hat sie ewig viel erklärt und ich hoff ich konnte mir einiges
davon merken. Das Physics Department ist schon ein gutes Stück kleiner
als zu Hause und nochdazu ist fast kein Mensch da, weil gerade noch Ferien
sind. Insgesamt wirkt das ganze sehr familiär, ich darf die Küche
benutzen und es gibt einen Aufenthaltsraum für die Graduate Students.
Ich bin einer von 12 neuen in diesem Semester, davon sind 5 Chinesen
und 4 Kanadier. Nach dem ich in der Verwaltung meine Studiengebührenanzahltun
geleistet habe bin ich ein bisschen rumgelaufen und hab mir auch meine
Wohnheim zumindest von aussen angesehen. Jetzt kam auch ab und zu die
Sonne durch den Nebel. Eins können die auch hier gut: "Where
are you from? First time in Canada??"
Steven Dodge, der einzige Prof der da war hat mir sein
Labor gezeigt. Er untersucht die Leitfähigkeit von bestimmten Materialien
mit einem Femtosekunden-Laser. Das Signal misst er mit einem speziellen
Sensor, der es erlaubt die Phase und Amplitude zu bestimmen und man bekommt
damit direkt die komplexe Leitfähigkeit. In einem anderen Experiment
misst er die Leitfähigkeit von Isolatoren, die mit einem gepulsten
Laser angeregt werden.
Auf dem Rückweg von der Uni hab ich noch bei einer
Scotiabank vorbeigeschaut um ein Konto zu eröffnen. Die konnten
mir erst einen Termin am Samstag geben. Schon lustig, bei uns kommt man
ja ohne neues Konto fast nicht aus der Bank raus wenn man sich nach deren
Kontoprodukten erkundigt.
| Downtown |
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Um 4 bin ich dann in Chinatown zum Essen gegangen. Aber
irgendwie hab ich mir das falsche ausgesucht. Huhn mit Knochen drin ißt
man mit Stäbchen nicht sooo gut. Aber geschmeckt hats trotzdem.
Vielleicht sollt ich das nächste mal Chowmein nehmen, da ist man
als Spaghettifreak auf der sicheren Seite! Danach bin ich kreuz und quer
durch Downtown geirrt, hab den Wasserflugzeugen zugeschaut, in einem
Wohngebiet nach offenen WLANs gesucht (gab zwar viele ohne Verschlüsselung,
die waren dann aber wohl ohne DHCP) und mir dann noch einen Lonely Planet
Vancouver gekauft. Zurück bin ich über die Indy-Strecke. Die
Boxengasse bauen sie auf einem großen Parkplatz auf, da hats lauter
Gummispuren am Boden. so schwarz wie die Kurven sind war das Rennen aber
heuer vermutlich schon.
Abends hab ich lange mit dem Chinesen und einem älteren
Thailänder geratscht. Die beiden haben sich darüber ausgetauscht,
welche Tiere gut schmecken und welche nicht. Sehr interessant... Morgen
werde ich mit den Asiaten Frühstücken gehen - bin mal gespannt!


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